Montagmorgen, halb zehn in Bielefeld. Der Blick aus dem Fenster ist grau. Es regnet in Strömen und es ist nach wie vor arschkalt. Der hässliche Betonklotz auf der anderen Straßenseite macht es nicht besser. Und ich hab nicht mal ein Knoppers. Zeit für bessere Gedanken. Auch keine gute Idee, denn während ich an weiße Sandstrände und türkisblaues Meer danke, wird das „Ich muss hier weg“ in meinem Kopf immer größer. Also fasse ich einen Plan…

Irgendwie ist meine Bielefeld-Depression schon etwas unfair. Die Stadt und ich haben uns in den letzten Jahren einfach auseinandergelebt. Als ich 2011 hier ankam, war ich so unglaublich geflasht. Bielefeld war bis dato das Ausflugsziel, das mit der Familie ein- oder zweimal im Jahr besucht wurde, um die Shoppingtour des Jahrhunderts zu veranstalten. Und ich durfte jetzt hier wohnen. Von der verschlafenen Kleinstadt rein in die Weltmetropole Bielefeld – oh yeah! Gut, das mit der Weltmetropole hatte ich schnell revidiert. Mittlerweile habe ich schon so viel von der Welt gesehen, dass die größte Stadt in Ostwestfalen-Lippe irgendwie auch ein Dorf ist.

Ich bin kein sonderlich geduldiger Mensch. Wenn ich erstmal etwas im Kopf habe, dann muss das am besten sofort passieren. Vor etwa einem Jahr hat Simon mir eröffnet, dass er mit mir ab 2018 auf Weltreise gehen möchte. Vor etwa einem Jahr dachte ich, die Zeit bis dahin würde niemals rumgehen. In der Zwischenzeit ist so viel passiert und wenn ich mir meine Reisepläne für dieses Jahr so anschaue, muss ich feststellen, dass es gar nicht mehr so viel Zeit ist, um alles zu verkaufen und unseren neuen Nomaden-Lifestyle zu organisieren.

Projekt Bielefeld(verschwörung)

Eine Sache möchte ich aber vorher unbedingt noch erledigen: zeigen, wie schön Bielefeld sein kann. Denn Bielefeld gibt es wirklich und Bielefeld ist auch gar nicht immer so grau und langweilig, wie vielerorts behauptet wird. Auch wenn ich selbst immer ein bisschen meckere… Das hat nicht unbedingt was zu sagen, denn sogar in meiner Traumstadt Paris kam nach ein paar Monaten der Gedanke auf, dass ich dringend mal wieder einen anderen Ort sehen muss. Und wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin: Bielefeld ist und bleibt wohl für immer ein Stück Heimat.

Hier nun also meine Last-Minute-To-Do-Liste mit Dingen, die ich 2017 noch in Bielefeld machen und natürlich auch verbloggen möchte. Mal schauen, hinter wie vielen Punkten ich vor Jahresende noch ein Häkchen setzen kann?!

  • Blogartikel über meine liebsten Restaurants, Bars, Cafés schreiben.
  • Die besten Freizeitaktivitäten und Ausflugstipps vorstellen.
  • Orte besuchen, die ich selbst noch gar nicht kenne.
  • Über Bielefelder Wanderwege wandern.
  • Alle großen Stadtfeste besuchen.

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