„Europas größte Gruselattraktion“ – so kündigt sich das Grusellabyrinth NRW in Bottrop selbst an. Eigentlich so gar nichts für mich, denn ich bin bei dem Thema eine ziemliche Schissbuchse und verweigere mich (nach einigen weniger erfolgreichen Versuchen) auch grundsätzlich jeglicher Art von Horrorfilm. Wie es dazu kam, dass ich letztendlich doch auf dem gruseligen Anwesen in Bottrop gestrandet bin, und warum der Nachmittag einer der besten seit langem war, erzähle ich dir in diesem Blogpost.

Simon und ich nutzen freie Wochenenden im Normalfall dazu, sie ganz schnell wieder zu verplanen beziehungsweise mit spaßigen Sachen zu füllen. Nachdem wir am Samstagabend zur Spenden-Gala von terre des hommes in Osnabrück waren, ist unser Adrenalin-Pegel vom vielen Lachen (Bernhard Hoecker for president, es war sooo geil, hahaha) noch so hoch gewesen, dass an einen gemütlichen Tag in der Sauna nicht so wirklich zu denken war.

Im gesamten näheren Umkreis war aber absolut nix los, also recherchierte meine bessere Hälfte ein bisschen und schlug vor, Richtung Ruhrgebiet zu fahren. Ins Sea Life. So ganz überzeugt waren wir allerdings nicht (Action sieht anders aus…) und als dann auch noch meine Mama per Facebook-Messenger meinte, dass man da nach einer Stunde alles gesehen hätte, wurde unser Plan nochmal überdacht. „Ey Schatz… Grusellabyrinth?“, meinte Simon dann, als er das nächste Mal vom Laptop hochschaute. Oh mein Gott, was hatte er denn da gefunden? Ich weiß nicht genau, was mich geritten hat, aber ich habe (sehr zu Simons Erstaunen) einfach Ja gesagt – und es später in Bottrop zu keiner Sekunde bereut. Dafür hatte ich auch gar keine Zeit, denn ich war zu sehr mit Schreien und Lachen beschäftigt!

Facts, die du vor der Fahrt nach Bottrop wissen solltest

Anfahrt:

Wenn du von weiter weg kommst, ist das Grusellabyrinth (Knappenstraße 36, Bottrop) am besten mit dem Auto über die A42 zu erreichen. Auf dem Gelände gibt es sehr viele kostenlose Parkplätze! Du reist lieber mit den Öffis an? Auch kein Problem: Vom Bottroper Hauptbahnhof sind es zu Fuß ca. 2 km – alternativ kannst du auch den Bus bis zur Haltestelle „Knappen-/Prosperstraße“ (Linie 263) nehmen.

Öffnungszeiten:

Das Grusellabyrinth NRW kann ganzjährig besucht werden, hat aber außerhalb von Ferien und Feiertagen in der Woche (Montag-Donnerstag) geschlossen. Die Einlasszeiten variieren, weshalb du sie vor deinem Besuch unbedingt auf der Internetseite nachschauen solltest. Das Labyrinth öffnet (je nach Tag) frühestens um 14 Uhr und schließt spätestens um 20 Uhr.

Preise:

Ganz billig sind die Eintrittspreise nicht, wodurch wir erst etwas skeptisch waren, ob sich das wohl überhaupt lohnen würde. Nach dem Nachmittag im Grusellabyrinth NRW können wir aber nur ganz klar sagen: Ja, unbedingt hin da! Erwachsene zahlen in der Wintersaison 22 €, Kinder zwischen 8 und 15 Jahren (nur in Begleitung der Eltern erlaubt) 19,50 €. Die Zusatzattraktion „Schacht 13“ kostet noch einmal 5 € und darf erst ab 16 Jahren besucht werden.

Das erwartet dich im Grusellabyrinth NRW

Keine Sorge, ich werde nicht spoilern – das wäre nämlich echt doof für dich! Im Grusellabyrinth NRW in Bottrop erwartet dich eine wirklich tolle Mischung aus Grusel, Theater und Comedy. In dem Gebäude wird man von den Mitarbeiter-Kobolden, Igor und dem Sensenmann begrüßt, die einen schaurigen Empfang bereiten. Die Hauptattraktion „Im Bann der Finsternis“ (ab 8 Jahren, empfohlen allerdings erst ab 10 Jahren) nimmt einen mit in die (Alp-)Traumwelt. Diese besteht aus mehreren Labyrinthen und Showabschnitten und die Gruppe muss gemeinsam versuchen, die dort verschwundene Marie zu retten.

Entgegen unserer ursprünglichen Annahme geht man zu keinem Zeitpunkt allein durch das Labyrinth, sondern bleibt immer in der Gruppe – begleitet von den Schauspielern, die die Geschichte vorantreiben und das Ganze zu einem tollen Abenteuer machen, das ca. 100 Minuten dauert. Die Besucher werden regelmäßig in die Geschichte eingebunden und müssen an vielen Stellen selbst aktiv werden. Das heißt… Wenn sie nicht gerade schreien oder durch die Gänge des Labyrinths rennen… Wer nach der Hauptattraktion noch einen draufsetzen möchte, kann noch in die Horror-Zusatzattraktion „Schacht 13“ gehen, die nicht ohne Grund FSK 16 ist. Einmal für ein paar Minuten Teil eines Horrorfilms sein? Kein Problem, hier hast du die Möglichkeit!

Simon und ich können dir den Besuch im Grusellabyrinth NRW nur ans Herz legen! Während aus dem „Schacht 13“ manch einer auch heulend wieder rauskam, dürfte die Hauptattraktion trotz vieler Schrecker eigentlich für die wenigsten Leute „too much“ sein. Eine Sache möchte ich aber gerne noch loswerden: Es wäre schön, wenn ihr das Labyrinth nur besuchen würdet, wenn ihr euch auch wirklich auf die Story einlassen könnt.

Zwar haben das in unserer Gruppe die meisten Besucher auch getan, allerdings ist es schade, wenn zwischendurch immer mal wieder ein mürrisches „Voll nicht gruselig“, „Boa und wenn wir das jetzt nicht machen wollen?“, „Mir tun schon die Ohren weh“ etc. kommt. Ich Träumerin war natürlich voll in der Story drin und… ja, ich geb’s zu: Ich musste mir am Ende mal wieder ein paar Tränchen verkneifen.

Und du? Warst du schon mal in einem Grusellabyrinth?

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