Obwohl unsere Küche im High Street Hostel bestens ausgestattet war, haben wir sie kaum angerührt. Der Grund dafür ist einfach: In Edinburgh gibt es so viele tolle Restaurants, Imbiss-Läden und Cafés, dass wir uns direkt einig waren, auf das Kochen in den nächsten Tagen zu verzichten. Stattdessen ist eine beachtliche Liste an Schlemmerstuben zustande gekommen, die ich dir natürlich nicht vorenthalten möchte. Schau mal rein, vielleicht findest du ja was Leckeres für deinen Städtetrip nach Edinburgh!

Zugegeben: Im Gegensatz zu Paris ist es in Edinburgh deutlich einfacher, leckere und gleichzeitig bezahlbare Gerichte zum Frühstück, Mittag- und Abendessen zu finden. Wenn du die Stadt lieber auch auf dich zukommen lassen und ganz spontan durch die Straßen schlendern möchtest, kannst du das natürlich gerne tun – so mache ich es ja auch immer, hihi.

Trotzdem verrate ich dir mal, wo Denise von La torta di Denise und ich essen waren und wo es uns am besten gefallen hat. Zu meiner Schande muss ich gestehen: Nachdem ich letztens auf Mallorca schon aus Versehen Innereien gegessen habe, konnte ich mich nicht auch noch zu Haggis und Co. durchringen…

Günstig essen in Edinburgh – meine Lieblingsorte

Restaurants in Edinburgh

Total begeistert waren wir von unserem Burger im Belushi’s, welches sich direkt am Bahnhof Waverley befindet. Dabei handelt es sich um eine Bar bzw. ein Restaurant, das immer an das Hostel St. Christopher Inn’s angeschlossen ist. Für ca. 9-10 Pfund (ca. 10-11 Euro) gibt es hier verdammt gute Burger mit Chicken, Beef – oder sogar vegan! Dazu scharf gewürzte Cajun-Fries und einen ganzen Ständer mit verschiedenen Soßen.

Auch wenn ich in Paris schon häufiger im Belushi’s war: Ich habe dort vorher (leider!) noch nie gegessen. Echt ärgerlich, denn wir waren ziemlich begeistert, zumal die Cocktails der Bar auch richtig lecker sind. Das treibt die Rechnung in einem britischen Restaurant natürlich wieder in die Höhe, immerhin zahlt man für einen alkoholischen Cocktail mindestens 8 Pfund (ca. 9 Euro). Aber egal, das war es wert!

An der South Bridge habe ich mich in das Noodle’N’Rice verliebt, auch wenn das Personal ziemlich verpeilt war und mich Preise von 10 Pfund für Pad Thai immer halb in Tränen ausbrechen lassen. Da bin ich einfach verdorben vom günstigen Essen in Thailand… Unsere Gerichte waren sehr lecker und meine Tom Ka Gai Suppe war sogar durchaus etwas scharf – ist ja auch nicht immer gesagt, wenn man außerhalb von Thailand thailändisch essen geht.

Ziemlich genau gegenüber vom Noodle’N’Rice haben wir noch das Burrito’N’Shake (hmm, ob die Inhaber wohl zusammengehören, haha?!) ausprobiert: Burritos für um die 7 Pfund, coole Atmosphäre, nette Mitarbeiter. Das Essen an sich war jetzt nichts Besonderes und hätte noch ein bisschen Koriander und Schärfe vertragen können, aber für so einen TexMex-Laden vollkommen okay.

Imbisse in Edinburgh

Ich. Mag. Imbisse. Keine Überraschung für dich? Sehr gut, dann hast du dich hier auf dem Blog schon häufiger rumgetrieben, haha. Klar, ich gehe auch mal gerne hübsch essen, aber ehrlich gesagt ziehe ich Street Food und ungezwungene Imbissläden meist vor. Kein Wunder also, dass Denise und ich in Edinburgh nicht nur einen Imbiss unsicher gemacht haben.

Mein Favorit, in den ich meine Reisebegleitung nahezu jeden Tag geschleift habe: The Piemaker an der South Bridge. Die Uhr an der Wand verrät schon: „Any time is pie time“ – und legalisiert damit auch den in Deutschland wohl undenkbaren Konsum von kalorienreichen Gebäckstücken, die mancherorts sicherlich als Hauptmahlzeit gewertet werden. Egal. Ich war in meinem persönlichen Pie-Himmel angekommen. Endlich ganz legitim schon zum Frühstück Nudeln in Form einer Mac & Cheese-Pastete futtern. Für 1,20 Pfund. Unschlagbar.

Lecker war auch das Falafel-Sandwich vom Yum Yum, dem wir mehrfach zufällig begegnet sind, als wir die schmale Treppe an der Cockburn Street Richtung Waverley Station hinabgestiegen sind. Für 4 Pfund bekommt man dort ein Sandwich, das so groß ist, dass man problemlos zwei Mahlzeiten draus machen kann.

Kartoffeln mit Topping – wie an der Frozen Yogurt Bar

Nicht zu vergessen: das Tempting Tattie. Ein etwas uriges Imbissstübchen, in dem man den tollen Verkäufer, der einem schon beim Betreten des Ladens ein fröhliches „Hi, how are you, Darling?“ entgegenpfeift, einfach nur mögen muss! Ab 3 Pfund zieht er für dich frischgebackene Kartoffeln aus dem Ofen und füllt sie mit diversen Toppings, die man sich an der Kühltheke aussuchen kann. Getränkedosen gibt es in Edinburgh übrigens in fast allen Imbissen zu günstigen Kioskpreisen von ca. 60 Pence!

Noch ein kleiner Tipp für Sparfüchse: Wenn das Wetter mitmacht und man sich bequem auf einer Parkbank, Mauer oder Ähnlichem niederlassen kann, lohnt sich auch ein Abstecher in den Sainsbury’s Local Supermarkt. Wie in Großbritannien üblich, gibt es dort eine riesige Auswahl an Wraps, Sushi-Boxen und anderen (teilweise auch echt gesunden) Fertiggerichten zu günstigen Preisen.

Mülltechnisch mit dem ganzen Plastik sicher nicht die beste Variante, aber die Snacks sind lecker und schonen den Geldbeutel. Abends wird hier bald ablaufendes Essen stark reduziert. Und mit stark meine ich auch stark. Nicht etwa 10-30% wie bei uns in Deutschland: Ich habe für meinen Wrap statt knapp 3 Pfund nur noch etwa 50 Pence bezahlt!

Cafés in Edinburgh

Denise und ich haben uns in Schottland wirklich gut ergänzt. Ich hab sie zu deftigem Frühstück in Pie-Form gezwungen, dafür wurde ich nahezu jeden Nachmittag zu Kuchen und Co. genötigt. Das ist dann wohl das harte Los, wenn man freiwillig mit einer Cake-Design-Bloggerin loszieht, hihi. Aber hier kommt die gute Nachricht: Die schottische Hauptstadt beherbergt unzählige kleine Cafés, in denen man unglaublich gut frühstücken und/oder Kaffee trinken kann.

An erster Stelle ist die Pâtisserie Valérie zu nennen, eine Kette, die es in ganz Großbritannien und auch in Irland gibt. Ehrlich gesagt kannte ich sie vor unserem Städtetrip nach Edinburgh noch gar nicht, aber als wir an der Vitrine mit Torten in allen Formen und Farben an der North Bridge vorbeikamen, war klar, dass wir dort unbedingt vorbeischauen mussten. Zwar sind die Tortenstücke mit Preisen von um die 3-4 Pfund nicht gerade günstig, schmecken aber so, so, so guuut. Das weiß ich, weil ich den Cheesecake von Denise probieren durfte – ich selbst habe nämlich mit einem Pistazien-Macaron und einem Nata-Törtchen einen Doppelausflug zurück nach Paris und Lissabon unternommen und muss sagen, dass die tatsächlich genauso gut waren wie im Herkunftsland!

Kuchen essen für den guten Zweck

Wenn du eher auf der Suche nach traditionell schottischem Gebäck bist, kann ich dir das Grassmarket Café empfehlen, welches Teil des Grassmarket Community Projects ist. Wir haben dort eine kleine Pause während unserer genialen Free Walking Tour mit Sandeman’s gemacht und uns fleißig durch das Shortbread mit Karamell und Schokolade gefuttert. Ist ja eine soziale Organisation, in der man sein Geld ruhigen Gewissens lassen kann. Und ein Stück Shortbread oder Kuchen (ca. 2-3 Pfund) geht immer, oder?

„Uhhh, was ist denn das da hinten?“

Durch das hübsche Äußere hat uns übrigens nicht nur die Pâtisserie Valérie angelockt, sondern auch das Fig Tree Bistro in der St Mary’s Street, die ebenfalls von der Royal Mile (High Street) abzweigt. Hier konnten wir zwar nicht ganz so viele Köstlichkeiten erspähen, dafür aber eine so toll aufgehübschte Hausfassade, dass wir einfach mal gucken mussten, was dort so geboten wird.

Drinnen und auch im Innenhof ist es total gemütlich (siehe Titelbild), das Design wird mit orientalischen Lampen abgerundet und entsprechend findet man auf der Speisekarte auch Baklava, Falafel und Ähnliches (Hauptgerichte allerdings nicht unter 10-15 Pfund). Wir waren aber ja nur für ein Stück Kuchen da und können Schokokuchen und Brownies (3-4 Pfund) sehr empfehlen!

Frühstücken in Edinburgh: unsere Top-Places

Unsere Frühstücksempfehlungen in Edinburgh: Rabbie’s Café und Café Vivo. Ein Traum, um gut versorgt und in freundlicher Atmosphäre in den Tag zu starten. Rabbie’s Café findest du am Anfang der Neustadt, nur ein kleines Stück östlich der North Bridge. Liebenswertes Servicepersonal, gemütliche Sitzecken und wirklich leckeres Frühstück zu durchschnittlichen Preisen.

Neben einer Porridge Bar (mhhh, ich liebe Porridge) gibt es diverse Sandwiches mit spannenden Belägen und vieles mehr. Man kann alles auch „to go“ bestellen bzw. in nachhaltigen Verpackungen mitnehmen! Daumen hoch für Rabbie’s, hier würde ich beim nächsten Städtetrip nach Edinburgh wieder frühstücken gehen.

Am „anderen“ Ende der Royal Mile

Das Café Vivo liegt am ruhigeren Ende der Royal Mile (High Street). Das heißt: nicht Richtung Schloss, sondern Richtung Holyrood Palace. Nach unserem Roadtrip-Desaster haben wir das erstbeste Frühstückslokal genommen, das uns über den Weg gelaufen ist, denn wir waren nach 24 Stunden ohne Essen am Verhungern. Okay, Starbuck’s haben wir trotzdem links liegen gelassen, aber das Café Vivo sah sehr einladend aus.

Wer Lust auf ein echtes schottisches Frühstück mit viel Wurst und Co. hat, ist hier richtig. Auch wenn Denise French Toast und ich einen Bagel mit Salatbeilage hatte… Am Nebentisch wurden Berge aus Fleisch und Eiern verdrückt. Wohl sehr lecker. Also. Wenn man es mag… Wir hatten ja nicht ohne Grund etwas anderes bestellt, haha. Unser Frühstück war ein echter Glücksgriff, für etwa 8 Pfund waren wir sitt, satt und happy. Oftmals geht es schief, wenn ich vor lauter Hunger einfach in das erstbeste Lokal gehe – im Falle des Café Vivo war das aber absolut nicht so. Richtige Wahl getroffen, dort würden wir jederzeit wieder zum Frühstücken in Edinburgh hingehen!

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