Zwischen den Innenstädten von Faliraki und Kallithea erstreckt sich an Rhodos‘ Küste über 100.000 m² der größte Wasserpark ganz Griechenlands – und auch einer der größten ganz Europas. Mit dem Vorhaben, ein bisschen in den vielen Becken zu plantschen, mich durch den Lazy River treiben zu lassen, mir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und mich auf die ein oder andere der 13 verschiedenen Rutschen zu wagen, war ich angekommen. 13 verschiedene Rutschen später war es unmöglich, Abstand von meinem Adrenalinkick zu gewinnen!

Der Water Park Faliraki gehört auf jeden Fall zu den Wasserparks, die größentechnisch mit entsprechenden Freizeitparks mithalten können. Vermutlich sind wir noch nie in einem Schwimmbad oder ähnlichem so viel zu Fuß unterwegs gewesen. Allein zum Spazierengehen ist das Gelände wunderbar, denn auf der einen Seite schaut man direkt auf das knallblaue Mittelmeer, auf der anderen Seite blickt man in die bergige Landschaft der griechischen Ägäis-Insel. Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, den Tag erst einmal mit etwas Dönekes zu beginnen. Die vielen Kuh-Statuen am Eingang haben aber auch einfach dazu eingeladen…

Funpic: Caro melkt Kuh-Statue

Facts, die du vor deinem Tag im Water Park wissen solltest

Anfahrt:

Der Park liegt nicht direkt in Faliraki, sondern an der Verbindungsstraße zu Kallithea. Wenn du mit dem Auto kommst, solltest du die Schnellstraße bis Faliraki nehmen – von dort ist der Wasserpark bereits mehrfach ausgeschildert. Parkgebühren fallen nicht an und der Parkplatz ist riesig, sodass es auch in der Hauptsaison keine Platzprobleme geben sollte.

Außerdem wird ein gratis Bus-Shuttle von Rhodos-Stadt (Hafen Mandraki) sowie aus dem Süden der Insel (Kiotari, Lindos, Pefkoi und Kolymbia) angeboten, der mehrmals täglich fährt. Die genauen Abfahrtszeiten erfährst du hier.

Öffnungszeiten:

Geöffnet ist täglich – allerdings nur von Mai bis Oktober, außerhalb der Saison ist der Water Park quasi genauso tot wie der Rest der Insel auch. In der Hochsaison (Juni bis August) sind die Öffnungszeiten von 09:30 bis 19:00 Uhr, in der Nebensaison (Mai, September und Oktober) wird bereits um 18:00 Uhr geschlossen.

Preise:

Ich empfinde die Eintrittspreise des Water Parks als recht günstig – Grund genug, während meines Aufenthalts gleich zweimal dort vorbeigeschaut zu haben. Erwachsene und Kinder ab 12  zahlen 24 Euro, Kinder ab 3 Jahren 16 Euro (die ganz Kleinen können gratis mitgenommen werden). Pro Spind für Wertsachen fällt außerdem eine Gebühr von 2 € (+ 4 € Pfand) an.

Im Park gibt es ein System zum bargeldlosen Zahlen, was allerdings ziemlich verwirrend ist: Am Eingang bekommt jeder ein Papierbändchen mit Strichcode, welches im angrenzenden Supermarkt (darin befinden sich auch die Umkleiden und Schließfächer – frag mich nicht, wieso) mit Geld aufgeladen werden kann. Die Imbissstände buchen dann direkt über den Code ab. Während die Gastronomie in vielen Freizeitparks ja ganz schön ins Geld geht, ist es im Water Park Faliraki echt günstig. Einen halben Liter Softdrink für 2 € und eine große Portion Pommes für 2,50 € habe ich bisher zumindest selten bekommen.

Wasserpark Rhodos: Adrenalin-Highlights im Water Park Faliraki

Wow, ich muss echt sagen: Als mein Kumpel Matze und ich bei meinem ersten Besuch unten vor dem Free Fall standen, waren wir uns schnell einig, dass uns keine zehn Pferde auf diese Höllenrutsche kriegen würden. Kam mir natürlich ganz gelegen, denn ich war mir sicher, dass Simon nach seiner Ankunft genau dieses steile Exemplar zuerst anpeilen würde und ich sowieso noch genügend Diskussionen à la „Nein, ich möchte nicht“ vor mit hatte. Wir stiegen also die Treppenstufen zur Plattform hinauf und überlegten, welche Rutsche wir stattdessen ausprobieren würden. Ich hatte die Rechnung allerdings nicht mit dem geilsten Bademeister ever gemacht, der nämlich vor allem eins ist: Animateur.

Caro mit Bademeister

Blick in die Freefall Rutsche

Rutschen Freefall, Kamikaze, Turbo

Schon als er uns erblickte, hatten wir seine ungeteilte Aufmerksamkeit – es lebe die Nebensaison: Wir mussten so gut wie nie warten und obwohl einige Besucher da waren, hat die Weitläufigkeit des Parks ihr Übriges getan. Nach einer halben Minute hatte er mich überredet, zumindest mal zu ihm hochzukommen und mir die drei Extrem-Rutschen Free Fall, Kamikaze und Turbo aus der Nähe anzuschauen. Entgegen meiner Annahme handelte es sich beim Free Fall um die „easiest of these three… in the others… you jump“.

Ein paar Sekunden später lag ich auf der Free-Fall-Rampe und erinnerte mich düster an den zaghaften Blick nach unten. Ich war kurz davor, wieder aufzustehen. Keine Chance, mit einem grinsenden „Oh no, I KNOW what you want, honey“ wurde ich leicht angeschoben und ergab mich laut kreischend meinem Schicksal. Fuck.

Becken der Rutschen Freefall, Kamikaze, Turbo

Auf den Geschmack gekommen (oder: ADRENALIN!!!)

Matze, der das Ganze aus sicherer Entfernung beobachtet hatte, guckte mich leicht entgeistert an. Nein, ich konnte auch nicht glauben, dass ich das gerade getan hatte. Grund genug also, direkt mit Kamikaze und Turbo weiterzumachen und auch die Space Bowl-Trichterrutsche, die Twister Slides und die Stingray-Pendelrutsche zu testen, haha.

Stingray Slide: Pendelrutsche

Caro in Space Bowl Rutsche

Anweisungen wie „Close your eyes for two seconds if you’re scared, otherwise you’ll maybe never do this again“ (Stingray) oder „Take this slide only if you’re a good swimmer“ (Space Bowl) lösten leichte bis mittelschwere Verunsicherung aus, hielten mich aber nicht von meiner neugewonnenen Idee ab, jede Rutsche auszuprobieren. Die Verunsicherung war auch unbegründet: Bei der Space Bowl fällt man im Endeffekt einfach nur noch ins Becken und könnte höchstens ertrinken, wenn man schon am Seepferdchen gescheitert ist. Die Stingray war unglaublich spaßig (auch wenn ich die Augen wirklich immer reflexartig zusammengekniffen habe, als es im Reifen gefühlt kopfüber in die Rutsche ging).

Too much wurde es mir nur in den Twister Slides: Die beiden baugleichen Dinger (blau und weiß) haben es ganz schön in sich. Man hat nicht nur innerhalb von Sekunden einen unglaublichen Speed drauf, sondern ist auch noch gänzlich in die sehr schmale Röhre eingeschlossen und nahezu komplett von Wasser umgeben. Gar keine gute Idee, wenn man (wie ich) bei dieser Kombination schnell Panikattacken bekommt und nur noch raus möchte.

Wasserpark Rhodos: Light-Alternativen für weniger Waghalsige

Auch für alle, die keine Adrenalin-Junkies sind, bietet der Water Park zahlreiche Attraktionen. Die Crazy Cones Rutsche, der Head First Mat Racer, die extrabreite Multi Slide, das Rafting, die Boomerang-Rutsche und die beiden Dunkelrutschen eignen sich super für die ganze Familie.

Crazy Cones Rutsche

Caro auf Mat Racer Rutsche

Außerdem gibt es noch ein riesiges Kinderparadies – ein Jammer, dass es dort eine Altersbegrenzung gibt, wir hätten unglaublich gern das XXL-Trampolin ausprobiert. Reinschleichen geht leider auch nicht: Die Bademeister kontrollieren im gesamten Park alles ganz genau und pfeifen wild, sobald etwas nicht seine Ordnung hat. Ich dachte ja immer, wir Deutschen wären da pingelig, aber die Griechen haben im Water Park wirklich alles getoppt, haha. Aber okay, safety first.

Stattdessen müssen sich die älteren Generationen mit dem Lazy River (inkl. Blick über das Meer), den vielen Sonnenliegen, dem Swimming Pool und dem Wellenbad mit Disco-Musik begnügen – naja, gibt Schlimmeres, oder? Fazit nach zwei Besuchen: Der Water Park Faliraki ist auf jeden Fall einen Besuch wert und war für uns alle definitiv ein Highlight der Insel!

Kinderbereich im Water Park Rhodos

Lazy River mit Brücke, Palmen und Gummireifen

Swimming Pool mit Blick aufs Mittelmeer

Wellenbecken, im Hintergrund Gummireifen

Und weil es so gut passt, nimmt dieser Artikel an der Blogparade von Heldenwetter teil. Unter dem Motto „Sag niemals nie!“ möchte Ariane nämlich wissen, was wir auf Reisen gemacht haben, obwohl wir es nie für möglich gehalten hätten.

 

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