Du fragst dich, welche von den unzähligen Übernachtungsmöglichkeiten die richtige für dich ist? Gut, willkommen im Club! Die gleiche Frage stelle ich mir jedes Mal aufs Neue, sobald ich die Flugbestätigung oder das Zugticket in meinem E-Mail-Postfach habe. In diesem Artikel verrate ich dir, wie du herausfindest, ob du im Hostel am besten aufgehoben bist, unbedingt Airbnb testen solltest oder vielleicht am besten sogar mal Couchsurfing in Erwägung ziehst!

Generell bin ich ein riesiger Fan von Backpacker-Hostels. Aber auch Airbnb bietet so unendlich viele geile Zimmer. Mal ganz abgesehen davon, dass ich hin und wieder auch nach wie vor gerne eine Couch crashe, ohne im Vorfeld zu wissen, was auf mich zukommt.

Schlüsselfrage: Was erwartest du dir von deiner Reise?

Es wäre definitiv nicht richtig von mir, jetzt mit Allgemeinrezepten um mich zu werfen. Denn ich kann ja nicht mal für mich selbst zu 100% sagen, welche Unterkunftsart am besten zu mir passt. Aber glücklicherweise muss man auch gar keine ausschließen, sondern kann sich bei jeder Reise wieder neu entscheiden.

Was ich auf jeden Fall weiß: So schön ein mehr oder weniger luxuriöses Hotelzimmer manchmal auch sein kann… Die besten Reiseerfahrungen mache ich schon seit Jahren grundsätzlich weit weg von 4 Sternen und All Inclusive. Auch wenn mir viele „Standard-Urlauber“ nämlich immer wieder aufs Brot schmieren, ich würde scheinbar sonst nichts zu tun haben im Leben und nur faul am Strand liegen oder mich in lokalen Kneipen betrinken… Eine richtige Reise ist kein Urlaub, sondern kann manchmal verdammt anstrengend sein! Für gewöhnlich komme ich von meinen Reisen nach Hause und fühle mich ziemlich urlaubsreif nach all den Eindrücken und Erlebnissen. Aber Kraft wird dann zu Hause getankt!

Und weder Hostel, noch Airbnb oder Couchsurfing sind die geeigneten Wege, wenn du einfach nur ein paar Tage abschalten und dich rundum verwöhnen lassen möchtest. Mit Ausnahme von Airbnb vielleicht, denn da gibt es auch das ein oder andere Luxus-Highlight – aber dazu später mehr.

Ich gehe jetzt aber mal davon aus, dass du selbst eher Backpacker, Flashpacker oder was auch immer bist. Schließlich liest du meinen Blog und schaust dich nicht gerade alternativ bei Pauschalreise-Plattformen um. Beste Voraussetzungen also, um nun mit mir gemeinsam zu überlegen, welche Erwartungen du an deine Reise und deine Unterkunft hast.

  • Wie wichtig ist dir deine Privatsphäre? Reist du alleine?
  • Wie lange bleibst du an einem Ort? Ein paar Tage, Wochen, Monate?
  • Wie lange wirst du insgesamt unterwegs sein?
  • Willst bzw. musst du zwischendurch arbeiten?
  • Wie hoch ist dein maximales Budget pro Nacht bzw. pro Monat?
  • Bist du bereit, Abstriche zu machen, um Geld zu sparen?
  • Kannst du dir vorstellen, bei Fremden zu übernachten?
  • Was ist das Minimum, das du an Komfort erwartest?
  • Willst du das „echte“ Leben vor Ort kennen lernen?

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Wann ein Hostel die richtige Wahl für dich ist:

Je größer und bekannter dein Reiseziel, desto mehr bietet sich ein Hostel an. Vor allem in den Weltmetropolen gibt es meistens eine so riesige Auswahl an guten Hostels, dass die Entscheidung nicht gerade leicht fällt. Wenn du auf den Preis gucken musst, alleine unterwegs bist und nur ein paar Tage bleibst, wird ein Bett im Schlafsaal deinen Geldbeutel vermutlich am wenigsten strapazieren. Es sei denn, klar, du gehst couchsurfen – wenn du da Bock drauf hast, scroll runter.

In den allermeisten Hostels (sprich: in allen, die gut sind) werden dir die Mitarbeiter viele wertvolle Tipps fürs Sightseeing und so weiter geben. Nicht zu vergessen: Die ganzen anderen Reisenden aus aller Welt, die du im Gemeinschaftsraum, auf der Dachterrasse oder beim Frühstück kennenlernen wirst. Die haben nämlich auch jede Menge zu erzählen, haben das ein oder andere schon entdeckt und können dir sagen, was sich wirklich lohnt und was du dir sparen kannst. Oder even better: Ihr plant einfach direkt, zusammen loszuziehen!

Meine Standard-Buchungsplattform für Hostels war bisher eigentlich immer Hostelbookers, das lief grundsätzlich super. Mittlerweile buche ich aber alles bei Booking.com, zumal dort allmählich auch fast alle Hostels vertreten sind, es keine Service-Gebühren gibt und man bis kurz vor Ankunft kostenlos stornieren kann. Optimal also, falls sich deine Reisepläne unterwegs noch ändern.

…oder vielleicht auch nicht:

 Die entsprechende Atmosphäre im Hostel kannst du natürlich auch haben, wenn du dennoch etwas Privatsphäre möchtest. Der ganz, ganz große Nachteil: Einzelzimmer in Hostels sind im Normalfall verdammt teuer und manchmal zahlt man sogar etwa genauso viel wie in einem Hotel.

Wenn du nebenbei arbeitest, ist der Schlafsaal auf Dauer jedenfalls nicht wirklich geeignet: Habe ich drei Wochen lang während meiner Zeit als Assistenzlehrerin in Frankreich getestet. War zwar wie immer mega cool im Hostel, aber Unterricht vorbereiten und Hausaufgaben korrigieren geht bei Dauerbeschallung in den Gemeinschaftsbereichen wirklich nur bedingt gut. Ich glaube, ich musste manche Sätze manchmal fünf Mal lesen, weil das mit der Konzentration so eine Sache war.

Sobald du jemanden hast, mit dem du dir den Preis für ein Doppelzimmer teilen kannst, sieht die Sache schon wieder anders aus: Zwischen EZ und DZ liegt nämlich preislich oft gar kein so großer Unterschied. Wie ich neulich festgestellt habe, gibt es mittlerweile auch Doppelbetten mit Vorhang im Schlafsaal (zum Beispiel in Bangkok!).

Aber für alle, die wissen, dass es in Schlafsälen sowieso manchmal schon ziemlich heiß in umliegenden Betten hergehen kann, muss ich nicht extra erwähnen, wieso ich die Vorstellung gerade etwas strange finde. Solltest du so einen Doppelbett-Schlafsaal schon mal getestet haben, würde ich mich aber wie ein kleines Kind über Erfahrungsberichte freuen, haha.

So oder so empfehle ich dir auf jeden Fall, auch mal bei Airbnb reinzuschauen, gerade wenn du nicht allein unterwegs bist. Da gibt es viele schöne Zimmer und Wohnungen für zwei Personen, die oft ziemlich preiswert sind. Über diesen Link bekommst du (zugegeben: ich auch) sogar noch Rabatt auf deine erste Reise. Und nicht zu vergessen: Als Hostel-Besucher bist du eben mehr „Tourist“ als „Gast“ und wirst nicht die Möglichkeit haben, in den traditionellen Alltag in deinem Reiseland eintauchen zu können.

Wann Airbnb die richtige Wahl für dich ist:

Sagen wir mal so: Eigentlich so gut wie immer! Ich selbst war lange als Couchsurferin aktiv, habe viel gesurft und noch öfter gehostet. Bis ich vor etwa anderthalb Jahren den Tipp mit Airbnb bekam – wovon ich vorher zugegeben irgendwie noch nie gehört hatte.

Beim Couchsurfing ging es mir nie um die Geldersparnis, sondern um die geniale Möglichkeit, bei Einheimischen zu wohnen. Und da ich auch beim besten Willen nicht zu gewissen Kapitalismus-Gegnern gehöre, die ihr Leben möglichst ausschließlich auf Tauschbasis und ohne Geld leben möchten, war ich von Airbnb direkt begeistert.

Das meiner Meinung nach Beste an Airbnb: Der Grundgedanke von Couchsurfing bleibt erhalten. Du kannst dir ein Zimmer bei Einheimischen suchen und meist merkst du beim Lesen des Inserats auch schnell, ob dein Gastgeber Interesse daran hat, etwas mit dir zu unternehmen, sich mit dir zu unterhalten, dir Tipps zu Land und Leuten zu geben und so weiter. Oder ob er die Unterkunft nur als Geldquelle ansieht und wie ein Hotelzimmer vermietet. Letzteres gibt es nämlich auch oft, was aber überhaupt nicht negativ ist. So gibt es bei Airbnb einfach für jeden eine passende Option, ganz egal, wie du auf meine Fragen oben geantwortet hast.

Der größte Unterschied zum Couchsurfing: Du weißt halt, was dich erwartet. Schließlich hast du direkt Adresse und Kontaktdaten und konntest dich beim Lesen des Inserats schon über die Wohnung und dein Zimmer informieren. Deutlich weniger Spielraum für böse Überraschungen also. Zumal der Gastgeber dir nicht in letzter Minute absagen kann. Beziehungsweise: Wenn doch, sind die Mitarbeiter von Airbnb jederzeit telefonisch erreichbar und tun alles dafür, dass du schnell eine neue Ersatzbleibe findest.

Außerdem ist ein Zimmer von Airbnb die beste Lösung für einen längeren Aufenthalt und wenn du Privatsphäre haben möchtest: Du kriegst einen eigenen Haustürschlüssel, kannst kommen und gehen wann du möchtest, hast dein eigenes Reich und in vielen Fällen gibt es sogar sehr attraktive Langzeitpreise.

…oder vielleicht auch nicht:

Ähm. Ja, ganz ehrlich? Keine Ahnung. Mir fallen nicht so wirklich Gründe gegen Airbnb ein. Falls dir (abgesehen von den teilweise echt hohen Servicegebühren) Negativpunkte in den Kopf schießen, kannst du sie gerne in die Kommentare packen. Solange bin ich aber der Meinung, dass jeder Reisende bei Airbnb fündig wird – sei es mit einem Gästezimmer oder einer komplett eigenen Unterkunft.

Wann Couchsurfing die richtige Wahl für dich ist:

Du hast Bock auf ein Abenteuer und keine Angst, bei völlig fremden Menschen zu klingeln oder sogar an irgendeinem Treffpunkt – ohne eine genaue Adresse zu kennen – abgeholt zu werden? Du freust dich zwar über eine schöne Unterkunft, bist aber im äußersten Notfall auch mit Isomatte, einem engen geteilten Schlafzimmer oder einer Sauberkeit, die eigentlich nicht wirklich deinen Standards entspricht, zufrieden?

Glückwunsch, dann bringst du die besten Voraussetzungen mit, haha. Nein, Spaß beiseite, aber beim Couchsurfen darfst du wirklich nicht mit utopischen Erwartungen auflaufen, schließlich bezahlst du nichts, sondern wirst aus reiner Gastfreundschaft empfangen. Und die ist natürlich bei jedem anders definiert.

Couchsurfing kann aber in erster Linie richtig genial sein, um unvergleichliche Momente zu erleben. Gerade dadurch, dass du keine Erwartungen im Kopf hast, kommst du völlig unvoreingenommen bei deinen Gastgebern an und schaust einfach mal, was passiert. Vielleicht hast du für dein Reiseziel schon ein paar Dinge vor Augen, die du gerne machen möchtest.

Und vielleicht ist dein Gastgeber auch sofort dabei, genau das mit dir zu unternehmen. Oder aber du vergisst auch den letzten deiner Pläne, den du hattest, denn auf einmal bist du mittendrin in einem neuen Abenteuer, von dem du bisher nicht mal wusstest, dass es existiert.

…oder vielleicht auch nicht:

Wie schon gesagt: Du weißt nicht, was dich erwartet. Klar, auf den Profilen kannst du dir theoretisch auch anschauen, wie dein Schlafplatz aussieht. Aber dadurch, dass man als Couchsurfing-Host kein Geld bekommt, machen sich die wenigsten die Mühe, eine ausführliche Schlafplatz-Beschreibung zu verfassen oder sogar Fotos hochzuladen.

Und mal ehrlich: Es kommt auch nicht wirklich höflich, in der ersten Nachricht nach eigenem Zimmer, einem bequemen Bett und sonstigen Annehmlichkeiten zu fragen, schließlich verrät Kern des Wortes Couchsurfing schon, auf welchem Möbelstück man ursprünglich angedacht seine Nacht verbringen wird.

Ich selbst habe mit Couchsurfing fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Trotzdem ist das Risiko natürlich trotzdem größer als bei Airbnb oder in einem Hostel. Hinzu kommt, dass du dich eventuell etwas in der Schuld deines Gastgebers stehend fühlen wirst. So ist es mir zumindest schon oft gegangen, wenn ich mal meine Ruhe haben und den Tag über allein losziehen wollte.

Wenn du bei einem dieser Punkte also Bedenken hast, wählst du vielleicht lieber eine andere Art der Unterkunft, denn im Normalfall wird beim Couchsurfing selbstverständlich davon ausgegangen, dass man ziemlich viel Zeit zusammen verbringt und einiges gemeinsam unternimmt.

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Wo übernachtest du auf Reisen am liebsten?

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