Im Sommer 2001 veröffentlichte Shakira ihre Single „Whenever, wherever“, die sie schlagartig rund um den Globus zum Star machte. Ich weiß noch heute, wie ich damals als Grundschülerin auf dem Wohnzimmerteppich stand und jedes Mal, wenn der Hit bei Viva lief, meine Schuhe von den Füßen riss, mein T-Shirt hochkrempelte und barfuß versuchte, meinem neuen Idol choreographisch nachzueifern. Die ganze Welt kannte Shakiras Hüftenschütteln, jedes kleine Kind konnte das „Lerolelelole“ aus dem Refrain mitsingen.

Was heute immer noch die Wenigsten wissen: Zeitgleich kam die spanische Version „Suerte“ auf den Markt. Das gleiche Lied, aber auf einer anderen Sprache und mit leicht geändertem Inhalt. Bis heute habe ich es noch nie im Radio gehört, in meiner privaten Playlist taucht es allerdings immer noch in schöner Regelmäßigkeit auf. Wir schreiben das Jahr 2017. Der bei uns bisher unbekannte Luis Fonsi aus Puerto Rico haut seinen Song „Despacito“ auf den Markt und auch wenn ihn kaum einer mitsingen kann, ist der Sommerhit gesichert. Nachdem im Radio anfangs noch die halbenglische Softie-Version mit Justin Bieber lief, sind mittlerweile fast alle aufs spanische Original umgestiegen.

Spanische Sprache ist salonfähig geworden

…es betrifft nicht nur das Spanische: Generell stelle ich fest, dass es gerade trendy ist, fremdsprachige Musik zu hören. Und zwar nicht nur das allzu bekannte Englisch. Während ich vor ein bis zwei Jahren noch nahezu alleine dastand, wenn ich französische oder spanische Hits aufdrehte, ist das nun ganz, ganz anders. Maître Gims ist (endlich!) auch in Deutschland angekommen, seine Lieder laufen im Radio hoch und runter. Die, die hier bei knallharten „Black Partys“ in den Clubs darauf steilgehen, wissen natürlich nicht, dass bei Konzerten von Monsieur Djouna (so heißt er nämlich wirklich) in Frankreich vor allem Familien mit Kindern mitmischen, haha.

Ich erzähle dir sicher nichts Neues, wenn ich jetzt sage, dass meine Playlists bunt gemischt sind. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch. Alles dabei – und seit Jahren werden meine Favoriten regelmäßig erneuert, dank Spotify lassen sich die Charts lateinamerikanischer Länder mittlerweile noch viel schneller checken.

Latino Musik: Heiße Texte gehören einfach dazu

Als 2004 der Song „Gasolina“ von Daddy Yankee erschien und ich meine Familie im Auto mit Walkman, Repeat-Taste und lautem (und vor allem falschem) Mitgesinge an den Rand des Wahnsinns brachte, wusste mein zwölfjähriges Ich natürlich auch noch nicht, was mit Gasolina denn wohl gemeint sein könnte. Und dass Reggaeton teils ganz schön krasse Texte hat. Heute weiß ich es und grinse breit in mich hinein, wenn meine Umwelt ähnlich falsch (wie ich damals) mitsingt und keinen blassen Schimmer hat, was sie da gerade geträllert hat.

Ich liebe Reggaeton. Ich liebe Latino-Musik. Ich liebe die feurigen Lyrics und die heißen Beats. Und auch sechzehn Jahre nachdem ich zu Shakiras Anden-Rhythmen barfuß über den Wohnzimmerteppich gehüpft bin, hält mich nichts lange still, wenn Luis Fonsi mich zum Schreien bringen will oder Enrique Iglesias plant, eine verrückte Nacht mit mir zu verbringen. Spanische Rhythmen, dazu ein Gläschen Sangria oder ein ordentlicher Mojito. Fernweh und Lebensfreude pur. Egal, ob zu Hause, mit Kopfhörern im Bus, auf Latino Partys in Paris, auf der Feria von Málaga oder am Ballermann.

Bist du dabei? Dann los, ¡vamos!

 

 

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