Minimalistisch klingt für dich grundsätzlich so, als müsstest du auf alles verzichten? Nein, vollkommen falsch. Minimalistisches Reisen bedeutet, extrem flexibel zu sein und den Aufenthalt an einem neuen Ort voll und ganz auskosten zu können. Warum? Ganz einfach… Der Rucksack ist schnell wieder gepackt, du vergeudest nicht jeden Morgen eine halbe Stunde, um dich für ein Outfit zu entscheiden, musst weniger mit dir herumtragen – hast aber trotzdem alles dabei, was du brauchst.

Ich bin mittlerweile seit fast zwei Jahren immer nur mit meinem Rucksack unterwegs. Für die sechs Monate, die ich in Paris gewohnt und gearbeitet habe, war es zwar ein 60-Liter-Backpack (aber hey, für ein halbes Jahr?) – theoretisch hätte auch noch deutlich weniger gereicht. Lange war ich mit einem ganz „normalen“ Rucksack unterwegs, nicht sonderlich anders als ein Standardteil für Schule und Uni. Meiner Meinung nach brauchst du auch keine besondere Ausrüstung, wenn du einfach nur in den Urlaub fährst oder als Backpacker unterwegs bist.

Da ich aber mittlerweile oft wochenlang aus dem Rucksack lebe und wir ab Ende nächsten Jahres als Full-Time-Weltreisende von Land zu Land ziehen werden, war es definitiv Zeit für einen qualitativ hochwertigen Begleiter. Was mein Reise-Equipment angeht, teste ich gern ausgiebig, bevor ich mir auf gut Glück etwas kaufe, das sich dann schnell als Fehlkauf herausstellt. Schon im Vorfeld meiner ersten großen Reise habe ich mich vor vielen Jahren bei SportScheck beraten lassen und bin auch dieses Mal wieder fündig geworden: Der Deuter Futura 32* begleitet mich neuerdings auf allen Trips und ich liebe dieses kleine, komfortable Platzwunder jetzt schon.

Was gehört in den Rucksack?

In diesem Artikel geht es um Reisen in wärmere Gefilde – sagen wir mal ab 20°C aufwärts. Das soll allerdings nicht heißen, dass minimalistisches Reisen nur dann geht, wenn man sehr knappe Klamotten einpacken kann: Weder ein verregneter Städtetrip nach Dublin noch ein Aufenthalt im französischen Winter hält mich davon ab, mein Gepäck einzugrenzen. Der Übersichtlichkeit halber gibt es an dieser Stelle also nur meine Packliste für Strand-Cocktails-Wassereis-Temperaturen! Für die Herren der Schöpfung: Streicht einfach Tampons und Co. und voilà, schon ist das Ganze unisex – und ihr müsst sogar NOCH weniger einpacken als wir Mädels, yaaay.

Kleidung in Packbeuteln

Den Rucksack zum Kleiderschrank umfunktionieren

Den meisten Platz nimmt auch in meinem Rucksack ganz klar die Kleidung ein. Um ein bisschen Ordnung zu halten, nutze ich die Flachbeutel von Tatonka* – waren ziemlich günstig, halten schon seit Jahren und sind überaus praktische Helfer. Abgesehen davon knistern sie nicht so nervig wie Plastiktüten – freut sicher auch den ein oder anderen deiner Hostel-Mitbewohner…

  • großer (blauer) Beutel mit 2 Kleidern und 3-4 T-Shirts
  • mittlerer (grüner) Beutel mit 3-4 Paar Socken, einem BH und 5-6 Unterhosen
  • außerdem: eine Shorts, ein kurzer Pyjama, ein Bikini, eine kleine Handtasche und ein Paar Kuschelsocken für Flugzeug, Bus und so weiter
  • Sandalen, Flip Flops*

Kulturtasche, Handgepäcks-Tüte und weitere Hygiene-Artikel

Hygieneprodukte im Handgepäck

Seit ich bei vielen Hygiene-Produkten auf natürliche Sachen umgestiegen bin, ist es noch viel einfacher, nur mit Handgepäck zu reisen. Vorher hatte ich immer zwei von den Beuteln mit Flüssigkeiten – was natürlich eeeigentlich nicht okay ist und schon häufig zu Diskussionen an der Sicherheitsschleuse geführt hat. Wer trotzdem nicht auf normales Shampoo und Duschgel verzichten möchte, dem empfehle ich die Reisebeutel mit leeren Fläschchen von dm – kann man ganz easy selbst befüllen und die Beutel halten deutlich länger als Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss.

  • praktische Kulturtasche zum Aufhängen*: Zahnbürste, Rasierer* und Ersatzklingen*, kleine Müllbeutel, Wattestäbchen, Zopfgummis, Pinzette, Nagelfeile, Schmerztabletten, Bimsstein, neue Kontaktlinsen
  • Plastikbeutel für Flüssigkeiten: Kontaktlinsenmittel, Deo, getönte Tagescreme, Mascara, Creme, Desinfektionsgel, Zahnpasta, Shampoo, Duschgel – alternativ: Roggenmehl und Kamillentee für die Haarwäsche, Stückseife als Ersatz für Duschgel
  • kleiner (roter) Beutel mit Slipeinlagen und Tampons bzw. Menstruationstasse
  • Thermometer und Kondome
  • außerdem: Reinigungstücher und mindestens ein Reisehandtuch*, Haarbürste (am besten ist es, den Stiel aus Platzgründen direkt abzubrechen – alternativ kannst du dich auch im marokkanischen Gebirge auf die Schnauze legen und sie dabei zerdeppern… stilecht erprobt!)

Kleidung, die ich im Flugzeug trage

Was ich im Flugzeug (bzw. in anderen Verkehrsmitteln) trage

Am Tag der Anreise trage ich aus Prinzip die schwersten und sperrigsten Klamotten, damit ich im Rucksack mehr Platz habe: lange Jeans, Gürtel, ein trägerloses Top, einen Pullover (Zwiebellook, Baby!) und meine geliebten Keds*.

Die ganzen Sachen passen prima in den Deuter Futura 32 und das wäre eigentlich auch schon alles. Weeenn ich nicht unterwegs arbeiten würde. Das wiederum bedeutet, dass ich mein Office auch noch mitnehmen muss und meine Packliste hier noch nicht ganz zu Ende ist…

Laptop und weitere elektronische Geräte für meine Arbeit als digitale Nomadin

Mit dem Office um die Welt

Okay, die Bücher gehören eigentlich nicht wirklich zu meinem Office. Aber ich hasse es, auf eReadern zu lesen und habe deswegen immer noch 1-2 Bücher dabei, die ich anschließend verschenke, um wieder Platz für neue Geschichten in meinem Rucksack zu schaffen. Das Ganze kommt in einen kleinen Leinenbeutel (besser bekannt als Hipster-Turnbeutel, haha).

  • Smartphone*, Ladekabel und Ohrstöpsel
  • Laptop*, Case* und Netzteil
  • Kamera* mit zwei verschiedenen Objektiven und Akku-Ladestation
  • 2 in 1 Selfie-Stick und Stativ*
  • Notizblock und ein XXL-Federmäppchen mit Stiften, USB-Stick, Visitenkarten und Zahlenschloss + Kreditkarten, Ausweise etc. mit einem Zopfgummi umwickelt und mit ein paar Geldscheinen gespickt

Wenn du genau hingeschaut hast, wirst du gesehen haben, dass ich noch etwas ganz Besonderes nicht erwähnt habe… Mein Kuschel-Hippo war vor viiielen Jahren ein Geschenk von Simon und begleitet mich immer. Immer immer. Auch wenn ich sie dafür an meinem Backpack regelrecht erhängen muss: Candy kommt mit. Basta!

Und worauf kannst du auf Reisen nicht verzichten?

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