Vermutlich erwartest du jetzt hier vor allem Marrakesch. Weit gefehlt. Marrakesch ist zwar wirklich total faszinierend und trotz hektischen Treibens definitiv einen Besuch wert. Aber wieso sollte ich diese Stadt nochmal in meinen persönlichen Highlights erwähnen? Sie steht ja sowieso in jedem Reiseführer* ganz oben. Von daher kommen hier meine 5 Lieblingsorte in einem Land, das es absolut wert ist, bereist zu werden. In einem Land voller Gegensätze, voller Impressionen, voller Farben, Düfte und Einzigartigkeit.

Platz 1 – Camel Riding in der Erg Chebbi

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Zugegeben: Es sind keine Kamele, sondern Dromedare – aber die Marokkaner werben selbst mit „Camel Ride“, also ist die Überschrift nicht ganz gelogen. Es gibt ein so extrem großes Angebot an organisierten Touren und Hotels mit quasi unbegrenzter Auswahl an Aktivitäten, dass man schlicht und einfach nicht weiß, welche die beste Option ist.

Die Wüste ruft!

Wir hatten uns letztendlich für den Nachtbus von Supratours entschieden und landeten in der Kasbah Le Touareg*, die ich wegen ihrer schönen Zimmer, des tollen Pool-Bereichs (eine richtige Oase!) und der unvergesslichen Wüstentour wärmstens empfehlen kann.

Nach unserem Ritt Richtung Sonnenuntergang in der Sahara gab es unglaubliche Mengen an Essen, pausenlos Minztee und Berbermusik am Lagerfeuer. So konnten wir auch noch den sternenklaren Himmel bewundern, bevor es für die Nacht in echte Berberzelte ging.

Platz 2 – Wasserfallromantik in Ouzoud

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Foto von Matze (Matt Everglade)

Für gerade mal 50 marokkanische Dirham (etwa 5 €) kommt man mit einem blechbüchsenartigen Bus von Marrakesch nach Ouzoud (bzw. fast, denn für die letzten Kilometer muss man ein Taxi nehmen) – da hier nur die lokalen Anbieter fahren und man nicht auf CTM etc. zurückgreifen kann, tut man sich besser damit, frühzeitig nach den Abfahrtszeiten zu schauen. Ansonsten bleibt einem letztendlich eigentlich nur noch die Möglichkeit, mit einem klimatisierten Minibus oder in einem Grand Taxi (etwa 50 €) ans Ziel gefahren zu werden – du kannst dir sicher denken, wie wir nach Ouzoud gekommen sind…

In der Ruhe liegt die Kraft

Vor Ort verzaubert einen sofort der idyllische Blick auf die Berge und den wunderschönen Wasserfall. Im direkten Vergleich zur Hektik in Marrakesch ein unglaublich toller Kontrast: Verhältsnismäßig wenig Touristen, süße kleine Äffchen an jeder Ecke und ein beruhigendes Rauschen des Wassers, das man auch in den umliegenden Restaurants und Hotels noch wahrnehmen kann.

Platz 3 – Chefchaouen, die blaue Perle

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Foto von Franzi (Once Around The World)

Schon bevor ich überhaupt da war, hat mich diese Stadt fasziniert. Denn irgendwie spricht jeder von ihr. Jeder Backpacker war schon mal dort oder ist gerade auf dem Weg dorthin. Jeder Marokkaner erzählt, er komme aus „Chaouen“, sei zumindest schon oft da gewesen oder kenne ganz viele Leute aus der Region.

Because I got high…

Warum? Nun ja, vermutlich liegt das an den illegalen Pflanzen, die überall in den Bergen im Norden angebaut werden und zu lächerlich günstigen Preisen auf den Straßen an den Mann gebracht werden. Da es aber hohe Freiheitsstrafen auf Drogenbesitz gibt, solltest du vom Kauf lieber absehen. Marokko gehört vermutlich eher nicht zu den Ländern, in denen man Bekanntschaft mit dem Gefängnis machen möchte.

Entsprechend sind aber alle gut gelaunt – Peace and Harmony, etwa wie in Amsterdam. Diese Tatsache paart sich super mit dem Fakt, dass Chefchaouen eine richtig schöne und traditionsbelassene Stadt ist, wo man stundenlang durch kleine Gassen schlendern und alles zu deutlich günstigeren Preisen als in den Touristenmetropolen kaufen kann.

Es empfiehlt sich allerdings, sich vor Ankunft einen klaren Abreisetag auszuwählen: Nicht wenige der Hostelbewohner sind dort vollends versackt und statt zwei bis drei Tage eher zwei bis drei Wochen (oder sogar Monate) geblieben.

Platz 4 – Fès, Marokkos schönste Medina

Foto von Franzi (Once Around The World)

Foto von Franzi (Once Around The World)

Für mich ist die Medina, die auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, das zumindest mit Abstand! Mag auch daran liegen, dass Fès die erste Stadt war, die ich in Marokko besichtigt habe und dementsprechend alle weiteren Medinas nur noch eine „Wiederholung“ waren.

Trotzdem: Mein absoluter Favorit

Dank vieler Hinweistafeln mit touristischen Routen ist es deutlich einfacher, sich zurechtzufinden als in allen anderen Städten – trotzdem ist man als Europäer hoffnungslos überfordert. Man verläuft sich alle paar Minuten und kann maximal noch gerade so die Himmelsrichtung erahnen, in die man gehen müsste (wenn nicht ausgerechnet dort gerade eine Mauer wäre).

Das hat natürlich aber auch Vorteile: Man kommt ständig an duftenden Restaurants vorbei, kriegt an jeder Ecke leckeren Minztee serviert und bahnt sich seinen Weg durch Stände mit getrockneten Früchten, marokkanischem Gebäck und Lederwaren. In den kleinen engen Gassen muss man aufpassen, nicht von Eselkutschen überfahren zu werden, erlebt aber pausenlos witzige und aufregende Dinge.

Platz 5 – Let’s go to Hollywood… äh… Ouarzazate!

Foto von Matze (Matt Everglade)

Foto von Matze (Matt Everglade)

Auch wenn ich mich den hysterischen Schreien mancher Mitreisender („Oh mein Gott, hier wurde Game of Thrones gedreht“) dank mangelnder Film- und Serienkenntnis nicht angepasst habe, hat sich unser Stop am Filmset Aït-Ben-Haddou in der Nähe von Ouarzazate absolut gelohnt.

Uuund… Action!

Unter der beißenden Sonne haben wir die Treppen zwischen den Lehmhäusern dieses beeindruckenden UNESCO Weltkulturerbes erklommen und konnten uns in unserer Fantasie ein Bild davon machen, wie hier wohl Filme wie Gladiator, Prince of Persia und Die Mumie gedreht wurden.


Als Vorbereitung für deine Reise empfehle ich den Lonely Planet Reiseführer Marokko*.

Falls du der Sprache mächtig bist, nimmst du am besten direkt die französische Version*.

Was sind deine Highlights in Marokko?

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