Thessaloniki stand eigentlich nicht unbedingt auf meiner Wunschliste. Genau genommen wäre ich nach meiner vierwöchigen Reise nach Rhodos sogar am liebsten auf direktem Wege nach Hause geflogen. Dummerweise fliegt Ryanair die Insel aber nur bis September an und nachdem ich den extrem günstigen Hinflug gebucht hatte, stand ich vor dem Problem, dass es für den Heimweg keine Direktflüge gab. Aus meinen Favoriten Athen und Istanbul wurde wegen richtig blöder Flugzeiten auch nix und so landeten wir für drei Tage in Thessaloniki zwischen… und wurden echt positiv überrascht! Lies hier, welche Aktivitäten du in der zweitgrößten Stadt Griechenlands unbedingt machen solltest.

Platz 1 – Sich zu Fuß treiben lassen

Obwohl Thessaloniki echt ziemlich groß ist, lässt sich die Stadt prima zu Fuß erkunden. Wie fast immer, hatten wir bei unserer Ankunft am Flughafen noch absolut keinen Plan, was wir denn überhaupt machen oder sehen wollten – was darauf hinauslief, dass wir einfach stundenlang durch die Straßen getingelt sind und viele schöne Ecken entdeckt haben.

Einige klassische Sehenswürdigkeiten von Thessaloniki (wie zum Beispiel die Hagia Sophia oder die Statue von Alexander dem Großen) haben wir dabei natürlich auch gesehen – viel spannender fanden wir aber die oft wirklich beeindruckende Street Art. Du solltest auch über eine Free Walking Tour auf Trinkgeldbasis nachdenken: Giorgos kennt die Stadt wie seine Westentasche und bietet tolle Touren durch die Innenstadt und die Upper Town an.

In der Innenstadt stehen übrigens überall ziemlich coole Straßenschilder: Die zeigen nämlich nicht nur, wo man langgehen muss, sondern auch, wie lange man dafür zu Fuß braucht und… wie viele Kalorien ein erwachsener Mensch bei dem Marsch ungefähr verbraucht. Das minimalisiert dann auch direkt das schlechte Gewissen, denn in Thessaloniki gibt es so unglaublich geiles Essen, dass wir gefühlt immer nur am Futtern waren.

Platz 2 – Ganz viel gutes Essen genießen

Thessaloniki gehört zu diesen Städten, in denen ich mir denke, dass ich selbst mit einer eigenen Wohnung und eigener Küche wahrscheinlich kaum noch selbst kochen würde. Und das, obwohl ich echt verdammt gerne koche. Wozu denn aber, wenn es an jeder Straßenecke wahre Köstlichkeiten gibt, die auch noch extrem erschwinglich sind?

Nach unserem ersten Abend waren wir quasi Stammgast in einer Bäckerei(kette), deren Namen ich dir jetzt gern verraten würde… Ich kann es aber einfach nicht lesen, haha. Auf jeden Fall ist es ein rotes, rundes Logo mit zwei Männergesichtern und die wohl beste Filiale haben wir an der Straße „Egnatia“ (auf Höhe vom Aristoteles Square, etwas weiter östlich) gefunden: Dort gibt es warme Speise und megaleckeres Gebäck in allen Formen und Farben. Für gut 5 € hatten wir eine Tüte herzhaftes Gebäck, eine Schale frisches Tzatziki und zwei Getränke. Just sayin‘.

Rund um die Rotunde des Galerius findest du außerdem eine unglaubliche Zahl an Imbissen. Bei „The Best“ gibt es doch tatsächlich Pita für nur 1 €, bei „Pizza Chris“ riesige Pizzastücke für 80 Cent. Beides getestet und für gut befunden. Die Pizza wohl sogar für exzellent, was auch die Einheimischen wissen: Jeden Abend steht vor der Tür eine meterlange Schlange und wartet auf ofenfrische Pizza. Die Viertelstunde Wartezeit lohnt sich absolut! Wenn du es etwas edler magst, empfehle ich dir meinen nächsten Tipp…

Platz 3 – Das Ausgehviertel Ladadika besuchen

Okay, ein wirklicher Geheimtipp ist Ladadika nicht. Während es tagsüber recht ruhig ist und man einfach an einem Tisch der vielen Restaurants Platz nehmen kann, solltest du dich abends (nicht nur am Wochenende) darauf einstellen, dass du eventuell etwas länger auf einen freien Tisch warten musst. In Ladadika, dem modernen Viertel am Hafen, trifft sich gefühlt ganz Thessaloniki: Es geht zu wie in einem Bienenstock, die Stimmung ist echt super und vor allem junge Leute verbringen hier ihre Abende auf den Stühlen vor den Restaurants.

Platz 4 – Eine kostenlose Schifffahrt machen

Schifffahrt? Kostenlos? Ja, du hast richtig gelesen! Am Meer (nicht weit vom Weißen Turm entfernt) haben mehrere Schiffe ihre Anker ausgeworfen und erinnern extrem an den Fluch der Karibik. Mehrmals täglich und am Wochenende sogar auch nachts stechen die Kapitäne etwa zweimal pro Stunde in See, fahren für etwa eine halbe Stunde an der Küste entlang und offenbaren einen Blick auf die gesamte Großstadt.

Und das kostet wirklich nichts? Nö. Zumindest nicht direkt. An Bord gibt es eine Bar, an der du dir ein Getränk (3-4 €) kaufen musst – quasi eine Art „Mindestverzehr“. Eine tolle Alternative, wenn man sowieso gerade auf der Suche nach einem Getränk war, das viele Laufen fußtot gemacht hat und eine kleine Schifffahrt eine gelungene Abwechslung ist.

Platz 5 – Durch die Markthalle schlendern

Mit dem Modiano Markt kann ich dir noch einen Ort ans Herz legen, den du unbedingt besuchen solltest. Die alte Markthalle beinhaltet Verkaufsstände aller Art, an denen man täglich den Einkaufskorb füllen kann (beziehungsweise viele, viele Plastiktüten bekommt). Hier gibt es so ziemlich alles, was das Herz begehrt – und mir wurde mal wieder schmerzhaft bewusst, wie schade es ist, dass ich keine Oliven mag. Was eine Auswahl!

Uns hat es großen Spaß gemacht, durch die kleinen Gänge zu schlendern und Käse, Gemüse, Blumen und alles Mögliche zu bestaunen. Ich liebe solche Markthallen und peile sie in so ca. jeder Stadt an, die ich besuche. Durch die vielen Fleisch- und Fischstände solltest du den Markt allerdings lieber meiden, falls du sehr geruchsempfindlich bist oder nicht damit klarkommst, wenn ein Metzger aus dem Nichts heraus sein Hackebeil in riesige Fleischberge sausen lässt. Hier wird kein Hehl daraus gemacht, dass ein saftiges Hühnerfilet bis vor wenigen Stunden noch ein agiles Lebewesen war.

Wenn der Markt abends geschlossen ist, die Gänge mit einem Wasserschlauch abgespritzt wurden und aromatisches Fischwasser und Co. über die Straße laufen, kann ich dir einen Spaziergang um den Markt herum übrigens nicht empfehlen. Da dreht sich einem schon echt etwas der Magen um…

 

Was sind deine Highlights in Thessaloniki?

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