Während in den Geschäften schon „Last Christmas“ läuft, manch einer bereits alle Weihnachtsgeschenke besorgt hat und es draußen knackig kalt geworden ist, fahren wir für unser ganz persönliches Wellness-Wochenende nach Köln und verbringen ein paar entspannte Tage in der Domstadt. Eine Hochzeit im Winter sorgt zwar am Tag der Trauung nicht nur sprichwörtlich für kalte Füße, beschert einem aber viele Hochzeitstage mitten in der besinnlichen und gemütlichen Adventszeit. Und wie könnte man diese schließlich besser verbringen als mit einer herrlichen Mischung aus Weihnachtsstimmung und fernöstlicher Entspannung?

Für Simon und mich ist es fast schon zur Tradition geworden, anlässlich unseres Hochzeitstages ins Mediterana Bergisch Gladbach zu fahren – zum dritten Mal waren wir nun schon dort und es hat nur wenige Minuten gedauert, bis wir während eines kleinen Spaziergangs durch einen kleinen Teil des riesigen Gartens feststellen mussten: Hier fühlt es sich für uns einfach sofort wieder so an, als hätte dieses exotische Saunaparadies nur auf uns gewartet.

Ganz besonders hat es uns gefreut, dass uns das Team vom Mediterana dieses Jahr zu einem Urlaubstag eingeladen und uns außerdem die Möglichkeit gegeben hat, außerhalb der regulären Öffnungszeiten Fotos zu machen – während des Tagesbetriebs ist das nämlich natürlich nicht erlaubt.

DIY-Wellness-Wochenende in Köln

Das Mediterana Bergisch Gladbach befindet sich etwa 15 Kilometer vom Kölner Zentrum entfernt und eignet sich daher perfekt für ein Wellness-Wochenende in Köln. Wir finden reine Wellnesshotels etwas langweilig und stellen uns daher lieber unser eigenes „Programm“ zusammen. Dieses Jahr hatten wir ein wunderschönes Doppelzimmer im AMERON Hotel Regent*, in dem wir fast einen ganzen Tag lang im Bett herumgelümmelt und auf dem gigantischen Flatscreen Dokus angeschaut haben.

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Empfehlen können wir in der Domstadt mittlerweile allerdings auch das Novotel Köln City, das Courtyard by Marriott Cologne* und das Hostel die Wohngemeinschaft.* Das AMERON und die Wohngemeinschaft haben für einen Besuch im Mediterana auf jeden Fall den Vorteil, dass die U-Bahn-Linie 1 direkt vor der Tür abfährt und innerhalb von einer guten halben Stunde am Mediterana ankommt. Auch zu den verschiedenen Weihnachtsmärkten (für unser Wellness-Wochenende in Köln To-Do-Punkt Nummer 2) kommt man mit der U-Bahn in nur wenigen Minuten.

Nützliches für deinen Aufenthalt im Mediterana Bergisch Gladbach

Das Mediterana Bergisch Gladbach liegt unweit der A4, parken kann man für 2 € pro Tag. Wer – wie wir – von Köln aus mit den Öffis anreisen möchte, kann die U-Bahn-Linie 1 Richtung Bensberg nehmen und an der Haltestelle Frankenforst aussteigen (das ist Preisstufe 2b im VRS-Tarif und kostet pro Person und Strecke 3,80 €). Von dort aus sind es 800 Meter bis zum Eingang des Mediteranas, der Weg ist in regelmäßigen Abständen direkt ab der Haltestelle gut ausgeschildert. Der Weg führt durch ein Waldgebiet und ist bei Dunkelheit sicher etwas gruselig, wenn man alleine unterwegs ist.

Die Saunawelt ist täglich von 9-24 Uhr geöffnet, das Thermalbad nebenan haben wir bisher noch nie ausprobiert (Schwimmkleidung an- und ausziehen nervt), schließt aber bereits um 22:30 Uhr. An Werktagen kostet ein „Urlaubstag“, also die Tageskarte, 40 € – am Wochenende und an Feiertagen 42 €. Es gibt auch Eintrittskarten für 2 oder 4 Stunden, was ich allerdings nicht empfehlen kann. Die Zeit geht unglaublich schnell vorbei und man möchte sich im Normalfall ja auch nicht stressen lassen.

Wenn du trotzdem nicht so lange bleiben willst, findest du auf der Homepage des Mediteranas die sonstigen Preise. Im Vergleich zu vielen anderen Saunawelten klingt der Preis erst einmal happig – ich kann dir aber versprechen, dass es sich lohnt! Für uns ist es die schönste Sauna, in der wir bisher waren, und das Ambiente ist einfach einzigartig.

Sauna Bergisch Gladbach: Saunen, Aufgüsse und Co. im Mediterana

Im Mediterana Bergisch Gladbach gibt es so viele verschiedene Saunen, dass es absolut unmöglich ist, alle an einem Tag zu testen. Die Urlaubswelt unterteilt sich in einen spanisch-maurischen (11 Bäderkreationen) und einen indisch-arabischen Bereich (4 Bäderkreationen) und ist überall mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Im gesamten Saunabereich ist Ruhe geboten, was insbesondere in den Aufgüssen durchgesetzt wird – Kommunikation ist lediglich im Haus der Elemente gestattet, in dem die Füße im Wasser baumeln und man auf eine Feuerstelle blickt, während man auf den Holzbänken sitzt.

Die Aufgüsse und Zeremonien finden ab 10 Uhr morgens statt und sind so abwechslungsreich wie die Orte, an denen sie durchgeführt werden. Die beruhigende Kailash-Zeremonie im Himalaya-Salzstollen, die „1000 und eine Rose“-Zeremonie im Rosentempel und das sanfte „Piano del Sol“-Konzert in der Kerzensauna sind nur ein paar meiner Lieblingsanwendungen, die ich immer wieder gerne besuche.

Simon seilt sich dann zwischendurch mal alleine ab und macht lieber einen klassischen Aufguss in der Steinsauna – dort kann von sanft nämlich nicht mehr die Rede sein: Die Aufgüsse in der kleinen Sauna haben es ganz schön in sich. Auf der Internetseite des Mediterana findest du eine komplette Übersicht der Anwendungen, der tagesaktuelle Aufgussplan hängt vor Ort unter anderem an der Sauna-Information.

Egal, ob du sechzig oder hundert Grad bevorzugst und egal, ob es lieber eine trockene Sauna-Hitze oder die hohe Luftfeuchtigkeit im Dampfbad sein soll: Im Mediterana Bergisch Gladbach findet jeder eine passende Bäderkreation für sich. Panoramafenster im Haus der Meditation, funkelnde Steine im Persischen Edelsteinbad oder angenehmer Eukalyptus-Duft im Bain Arabisances – überall gibt es etwas zu entdecken, das einen auf seine ganz eigene Art verzaubert.

Womit ich mich bisher noch nicht sonderlich beschäftigt habe, ist das Rajasthanihaus, in dem man das indische Ayurveda erkunden und etwas über die drei Lebensenergietypen Vata, Pitta und Kapha erfahren kann. Habe ich leider noch nicht gemacht – steht aber für eine zukünftige Reise nach Indien (oder den nächsten Besuch im Mediterana) auf dem Plan.

Gastronomie: Im Urlaub gönnt man sich mal was

Das Mediterana Bergisch Gladbach bietet nicht nur ein Restaurant an, sondern gleich mehrere. Besonders erwähnenswert ist die Villa Verde, in der ziemlich gehoben gespeist werden kann. Eigentlich sind wir keine großartigen Fans von „gehobener Küche“ – das liegt hauptsächlich daran, dass wir selbst so gut kochen können, dass wir oftmals ganz schön enttäuscht sind, wenn uns für Mondpreise irgendein mittelmäßiges Gericht aufgetischt wird.

In der Villa Verde ist das aber anders und wir freuen uns jedes Mal, dass uns da tatsächlich endlich mal wieder was serviert wird, was wir selbst niemals so hinbekommen hätten. Bei unserem ersten Besuch vor ein paar Jahren hatte ich in der Villa Verde schon das beste und zarteste Lammfilet meines Lebens gegessen – mittlerweile konnte ich mich davon überzeugen, dass auch die vegetarischen Alternativen so gut sind, dass man wirklich gar kein Fleisch braucht. Die Preise sind übrigens gar nicht exorbitant hoch und liegen meist irgendwo zwischen 15 und 30 Euro. Außerdem gibt es tolle Tagesmenüs mit mehreren Gängen.

Während für das Abendessen gedanklich immer schon die Villa Verde reserviert ist, zieht es uns mittags für einen Snack in die Lounge Casablanca. Dort gibt es leckere Gerichte für Veganer, Vegetarier und Allesfresser, die in gemütlichen orientalischen Sitzecken verzehrt werden können. Hier ist es etwas günstiger als in der Villa Verde (Hauptgerichte kosten zwischen 10 und 20 Euro), das Ambiente lockerer. In beiden Restaurants gibt es übrigens auch eine große Sonnenterrasse – nun ja, im Sommer zumindest.

Außerdem versorgen wir uns in der Arkaden Bar mehrmals am Tag mit Säften, Cocktails und Co. und setzen uns entweder in den beheizten Außenbereich oder nehmen die Getränke mit in den angrenzenden indisch-arabischen Innenhof. Das hat natürlich seinen Preis (dieses Jahr sind wir für Speis und Trank zu zweit insgesamt auf knapp über 100 Euro gekommen), aber für den besonderen Anlass an unserem Wellness-Wochenende in Köln kann man sich ja mal was gönnen.

Es ist übrigens nicht gestattet, Essen und Getränke selbst mitzubringen. Allerdings gibt es Getränkeautomaten (0,5-Flaschen für 2,50 Euro) und kostenlose Trinkbrunnen – und bei einer Plastikflasche Wasser in der Saunatasche drücken eigentlich alle ein Auge zu.

Sauna Bergisch Gladbach: Ambiente und Ruhebereiche

Einleitend zum Thema „Ambiente“ möchte ich erwähnen, dass es im Mediterana Bergisch Gladbach keine Damensauna gibt. Finde ich sehr gut, schließlich gibt es auch nirgendwo eine Herrensauna. Warum es mir so wichtig ist, diesen Punkt direkt zu nennen? Das Mediterana braucht meiner Meinung nach einfach gar keine Damensauna!

Wieso? Weil die Atmosphäre insgesamt schon so ist, wie sich die meisten Frauen das vermutlich von einer Damensauna erhoffen. Die Besucher sind größtenteils Pärchen jeden Alters und kleinere Freundinnen-Gruppen, die sich einen entspannten Tag machen wollen. Soll konkret heißen: Alleinstehende Männer auf Brautschau haben wir bisher nicht gesehen und scheint es hier auch so gut wie nicht zu geben.

Neben den vielen Saunen und Dampfbädern findet man im Mediterana verschiedene Whirlpools und Becken zum Abkühlen und Aufwärmen und einen weitläufigen Garten zum Spazierengehen. Für mich sind gar nicht unbedingt die Bäderkreationen das Highlight, sondern die herrlichen Ruhebereiche, die das Schlafen und Ausruhen regelrecht zelebrieren. Die fleißigen Bienchen des Teams sind übrigens den ganzen Tag über damit beschäftigt, benutzte Gläser einzusammeln, die Kuscheldecken neu zu falten und alles sauber zu halten – Daumen hoch dafür!

Wenn die Ruhe zum Erlebnis wird

Der prunkvolle indisch-arabische Innenhof ist eines der Herzstücke der Saunalandschaft und bildet gleichzeitig den Eingang zur Maharaja Suite – einem unserer Lieblingsräume. Auf dem Boden liegen riesige Sitzsäcke aus dicken Stoffen und gefüllt mit Körnern, auf denen es sich erstaunlich gut entspannen lässt. Ansonsten halten wir uns zur Erholung meist lieber im spanisch-maurischen Bereich auf: Das Berberzelt erinnert mich immer wieder an meine Nacht in der Sahara in Marokko und auch der marokkanische Platz befördert mich in Gedanken sofort zurück nach Chefchaouen, wo genau dieser Blauton die gesamte Stadt ziert.

Ein ganz besonderes Highlight ist auch der Baldachinraum, in dem man auf Himmelbetten oder in Wasserbetten ein Nickerchen machen und sich in ferne Welten träumen kann. Durch den Eintrittspreis, die gehobene Außendarstellung und die durchgehend hohe Qualität schafft es das Mediterana, ein entsprechendes Publikum anzuziehen, das wirklich auf der Suche nach Ruhe und vollkommener Erholung ist. Nicht nur in den Aufgüssen, sondern auch in den Ruheräumen ist es sehr ruhig und alle beachten das Gebot der Stille. Wer sich gerne etwas unterhalten möchte, kann das auf den Liegen in den Durchgangsbereichen tun, wo auch gerne mal Mamis und Papis mit ihren süßen Babys relaxen (Kinder unter 3 Jahren haben übrigens freien Eintritt).

Mediterana Bergisch Gladbach: Meine Tipps für deinen Aufenthalt

  • Die Brunnen im Außenbereich sind nicht nur Dekoration: Wer nach einem Aufguss oder einem „normalen“ Saunagang Durst hat, kann sich hier prima kostenlos versorgen.
  • Auf keinen Fall verpassen: die Duschen im Haus der Elemente! Dort gibt es zwei große Räume (einen zum Abkühlen, einen zum Aufwärmen) mit vielen verschiedenen Duschköpfen. Regenwasser, Massage, Wasserfall – alles dabei. Nahezu unmöglich, hinterher nicht von Kopf bis Fuß durchgeweicht zu sein.
  • Das Mediterana ist immer gut besucht – egal, ob unter der Woche oder am Wochenende. Wie in den meisten Saunen muss man auch hier leider oft schon 10 Minuten vorher in der Sauna sitzen, wenn man einen Aufguss mitmachen möchte.
  • Zeit mitbringen: Lass‘ dich am besten auf den ganzen Urlaubstag ein und lass‘ sämtlichen Stress zu Hause. Bei den Saunen in unserer Region Ostwestfalen können wir das sonst nur in unserer Stammsauna, dem H2O in Herford. Im Mediterana wird es aber den ganzen Tag über nicht langweilig.
  • Kein Mediterana-Tipp, sondern eine Bemerkung, die ich unter jeden Sauna-Artikel schreiben sollte: Leute, hört doch mal bitte auf, euch Liegen zu reservieren. Wenn einfach jeder nur dann eine belegen würde, wenn er sie braucht, gäbe es nie wieder ein Platzproblem.

 

Wo verbringst du am liebsten ein Wellness-Wochenende?

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