Hast du Django Unchained geguckt? Wenn ja, dann kennst du sicher die ominöse White-Cake-Szene auf Monsieur Candies Anwesen. Gut, das viele Blut und andere Späßchen wie Kniescheibenschießen und Co. ersparen wir uns in diesem Fall einfach mal. Es geht nämlich heute nicht um Tarantinos Meisterwerk, sondern schlicht und ergreifend um… die Torte, die in den USA (insbesondere in den Südstaaten) zu festlichen Anlässen gegessen wird. Lies hier, wie du den White Cake ganz einfach nachbacken kannst.

Besondere Anlässe erfordern besondere Torten. Simons Geburtstag ist natürlich so ein Anlass und während ich hier den Schneebesen schwinge, weiß der Gute noch gar nicht, was ihn gleich nach Feierabend zu Hause erwartet. Männer und Torten, das sind ja so zwei Welten. Klar, unsere Hochzeitstorte fand Simon auch wunderschön. Und das Herz, das ich ihm zum ersten gemeinsamen Geburtstag gebacken habe, natürlich auch.

Aber grundsätzlich würde ich behaupten wollen, dass man die meisten Männer der Schöpfung nicht unbedingt mit Motivtorten, Zuckerblumen und Kitsch hinter dem Ofen hervorlocken kann. Es muss einfach schmecken. Also gibt es heute White Cake. Mister Aschemeier, hier ist Ihre Torte. Sie mögen doch White Cake?

Was brauchst du, um einen White Cake zu backen?

  • 6 Eier
  • 420 g Butter (Zimmertemperatur, rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen!)
  • 350 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 70 g Speisestärke
  • 200 ml Milch
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 370 g Puderzucker
  • Salz

White Cake Rezept: So backst du die Tortenböden

Der Teig ist wirklich superschnell gemacht und obwohl ich erst dachte, es würde etwas kompliziert werden, einen White Cake zu backen, hat alles reibungslos geklappt. Die Torte besteht aus zwei Tortenböden und einer Buttercreme – du kannst den Teig natürlich auch auf mehrere Böden aufteilen und die Torte etwas öfter schichten.

Bevor du beginnst, den Teig vorzubereiten, kannst du schon den Backofen auf 170 °C vorheizen und noch einmal nachschauen, ob du die Butter auch wirklich schon aus dem Kühlschrank genommen hast – mit einem harten Klotz wirst du bei der Buttercreme nämlich nicht weiterkommen und auch die Mikrowelle ist keine Option. Zuerst trennst du 4 Eier und schlägst das Eiweiß mit einem Teelöffel Salz zu einem fluffigen, weißen Schnee.

Dieser kommt in den Kühlschrank während du mit dem Teig beginnst. Dafür nimmst du 170 g Butter und 350 g Zucker und schlägst beides zu einer schaumigen Masse. Anschließend gibst du zwei Eier und ein Päckchen Vanillezucker hinzu. Die 200 g Mehl werden mit einem Päckchen Backpulver und 70 g Speisestärke vermischt und in die Teigmasse gerührt.

Anschließend gibst du nur noch 150 ml Milch hinzu, verrührst alles kräftig und hebst peu à peu vorsichtig den Eischnee unter. Zack, der Teig ist schon mal fertig und kann in die Springform. Wenn du zwei Formen (oder genug Zeit) hast, kannst du die Böden einzeln backen – ansonsten einfach in eine Form schütten und nach dem Abkühlen mit einem langen, scharfen Messer, vorsichtig in zwei Teile schneiden. Ich habe die Böden einzeln für jeweils 30 Minuten (Umluft, 170 °C) gebacken.

Fett pur: Jetzt geht’s an die Buttercreme

Die Buttercreme ist genauso easy, dauert aber etwas. Zumindest wenn du so perfektionistisch bist wie ich und partout keine Klümpchen in deiner Creme haben willst. Nachdem ich ein ganzes Stück Butter in kleinere Stücke zerteilt habe, damit sie schneller weich werden, musste der Kalorienberg luftig geschlagen werden. So weit, so gut. Anschließend werden die 370 g Puderzucker hinzugefügt.

Damit keine Klumpen entstehen, siebst du den Puderzucker etappenweise und mixt mit dem Handrührgerät regelmäßig alles gut durch. Und glaube mir: 370 g Puderzucker zu sieben klingt weniger zeitaufwendig als es in Wirklichkeit ist.

Wenn alles untergerührt ist (und die Küche hoffentlich nicht so zugestaubt ist wie bei mir), kommen noch ein Päckchen Vanillezucker und eine Prise Salz dazu. Von den übriggebliebenen 50 ml Milch nimmst du am besten erst nur die Hälfte und gibst gegebenenfalls noch etwas hinzu, falls die Creme noch nicht die passende Konsistenz haben sollte. Denk aber dran: Du willst die Torte damit stapeln, also sollte die Buttercreme nicht mit den Tortenböden weglaufen können…

So setzt du den White Cake unfallfrei zusammen

Wenn die beiden Tortenböden abgekühlt sind, hebst du den ersten auf eine Tortenplatte oder einen großen Teller. Ich benutze dafür zwei große Messer mit breiter Klinge – so fällt der Boden nicht runter und kann auch nicht in der Mitte durchbrechen. Auf den unteren Boden kommt dann die Hälfte der Buttercreme, die du gleichmäßig verteilst. Anschließend setzt du den zweiten Boden darauf und haust die restliche Creme mittig auf die Torte, von wo aus du sie um dein gesamtes Backwerk streichst, bis man den Teig nicht mehr sieht.

Und schon ist er fertig, der White Cake – eigentlich echt ziemlich easy. Normalerweise wäre mir das Teil etwas zu schlicht, aber da es in Django Unchained auch keine Deko gibt, belasse ich es einfach mal bei einer komplett weißen Torte. Alternativ kannst du sie natürlich noch mit ein paar frischen Früchten garnieren.

Jetzt mal Butter bei die Fisch (haha, was ein Wortspiel in diesem Fall): Als ich vor Ewigkeiten mal eine Baileys-Torte mit vier Bechern Sahne gemacht habe, war ich der festen Überzeugung, ich würde nie, nie, nie etwas Ungesünderes backen. Aber auch hier gilt das Sprichwort „Sag niemals nie“, denn gefühlt besteht mein White Cake nur aus Butter und Zucker.

Aber egal. Heute ist schließlich ein besonderer Anlass. Und ich kann es kaum erwarten, ihn gleich mit Simon zu probieren. Der Magen meines Göttergattens hat bei Buttercremetorten eine unglaublich abgefahrene Resistenz. Bei mir weiß ich jetzt schon, dass nach einem Stück von diesem mächtigen Biest Schluss ist, haha.

 

Hast du auch schon mal eine Filmtorte gebacken?

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